Historischer Verein
Gesamtgemeinde Burgrieden e.V.

Alte Molke



Die alte Molke diente bis ins Jahr 1975 als Annahmestelle für die Milch der heimischen Bauern. Nicht nur die Milchlieferanten tauschten hier täglich ihre Neuigkeiten aus sondern die Molke war auch ein beliebter Treffpunkt der Dorfjugend. Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen wurde die Milcherfassung umgestellt. Ab dem 1.Juli 1975 wurde die Milch von Milchsammelwagen direkt abgeholt. Die bestehenden Kühlanlagen wurden von der örtlichen Jagdgenossenschaft als gemeindliche „Gfriere“ genutzt. Ca. 10 Jahre stand das Gebäude, zwischenzeitlich in einem sehr schlechten Zustand, weitgehend leer. 

Die Gemeinde, die das Grundstück 1975 von der Molkereigenossenschaft abgekauft hatte, überlegte sich eine neue Nutzung. Zunächst war ein Gemeindeschlachtraum angedacht. Da dieser aber 100.000 Mark gekostet hätte, wurde der Vorschlag vom Gemeinderat abgelehnt. Der Natur- und Vogelschutzverein hatte Interesse an dem Gebäude angemeldet. Die Gemeindevertreter waren angesichts der 135.000 Mark teuren Außenrenovierung sehr kritisch und tendierten zunächst eher zum Abriss. Dank des anstehenden Kreismusikfestes und Fördermitteln aus dem Dorfentwicklungsprogramm beschloss der Gemeinderat schließlich den Erhalt des Gebäudes, zumal sich die Vogelschützer und die ortsansässige DRK Jugendgruppe bereiterklärt hatten, bei der Renovierung mitzuhelfen. Rechtzeitig zum Kreismusikfest war die Außenfassade erneuert und die Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins machten sich an die Innenrenovierung des Erdgeschosses. 

Nachdem sich die Ortsjugendgruppe des DRKs Anfang der 90er aufgelöst hatte, bezog die Narrenzunft den oberen Teil des Gebäudes.


Neben der Molke stand ein kleiner Holzschuppen. Dieser diente als Ortsarrest für trinkfeste Zecher und sonstige auffällige Zeitgenossen sowie zur Unterstellung des Leichenwagens.

Bauplan der alten Molke von 1957
Molke 1957.pdf (390.69KB)
Bauplan der alten Molke von 1957
Molke 1957.pdf (390.69KB)


Ein Artikel aus der Schwäbischen Zeitung, verfasst von Kurt Kiechle:
Wo einst Milch floss.pdf (83.84KB)
Ein Artikel aus der Schwäbischen Zeitung, verfasst von Kurt Kiechle:
Wo einst Milch floss.pdf (83.84KB)
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